GS / PRODUCT EVIDENCEDokumentationsintensive Kunststoffteile
BACH INDUSTRY AG · Projekt prüfen lassen
Validierungs- und Dokumentationsrahmen

Dokumentation entsteht vor der ersten Serie.

Bei dokumentationsintensiven Produkten ist ein gutes Spritzgussteil nur die Hälfte des Lieferumfangs. Die andere Hälfte ist der nachvollziehbare Beleg, welches Material, welcher Zeichnungsstand, welcher Prozess und welche Prüfung zur Lieferung gehören.

Rückverfolgbarkeit lässt sich nicht nachträglich in eine anonyme Charge hineinprüfen.

Darum müssen Anforderungen an Daten, Muster, Prüfungen, Freigaben und Änderungen bereits in Anfrage und Qualitätsvereinbarung stehen. Der konkrete Umfang richtet sich nach Produkt, Risiko, Markt und Kundenvorgaben; eine allgemeine Zertifizierung ersetzt diese Festlegung nicht.

Monochrome Nachweiskette aus Granulat, Spritzgussteil, Prüfvorrichtung, Referenzmuster und Dokumentation
WERKSTOFF → FORMTEIL → PRÜFUNG → REFERENZ → VERSIONIERTER NACHWEIS
Die Produktakte

Fünf Verbindungen dürfen nicht abreissen

01

Anforderung ↔ Merkmal

Jede kritische Funktion wird mit Zeichnungsmerkmal, Werkstoffanforderung oder visueller Referenz verbunden.

02

Merkmal ↔ Prüfmethode

Messmittel, Aufspannung, Stichprobe, Akzeptanzgrenze und Reaktion auf Abweichungen eindeutig beschreiben.

03

Teil ↔ Produktionslos

Materialcharge, Maschine, Werkzeugstand, Prozessdatensatz und Prüfergebnis nachvollziehbar zuordnen.

04

Freigabe ↔ Referenz

Freigabemuster, Messbericht und genehmigte Abweichung mit demselben Versionsstand führen.

05

Änderung ↔ Entscheidung

Material-, Werkzeug-, Prozess-, Standort- und Unterlieferantenänderungen vor Umsetzung melden und bewerten.

Ein Dokument ist nur belastbar, wenn es zum gelieferten Teil und zum gültigen Stand gehört.

Vor Anbieterwahl:
Beispieldokumente, Änderungsprozess, Rückverfolgung und Aufbewahrung anhand eines vergleichbaren Ablaufs erklären lassen.

Vor Serienfreigabe:
Offene Punkte, Grenzmuster, Prüfplan, Verantwortungen und Meldewege in einer gemeinsamen Übergabeliste schliessen.

Anfrage-Check

Was konkret vereinbart wird

Sollstand
Zeichnung, 3D-Daten, Materialtype, Farbe, Oberfläche und freigegebene Alternativen.
Prüfbeleg
Merkmale, Methoden, Umfang, Frequenz, Format und Freigabeverantwortung.
Rückverfolgung
Losdefinition, Chargenzuordnung, Kennzeichnung und benötigte Aufbewahrungsdauer.
Änderung
Meldepflichtige Ereignisse, Vorlauf, Risikobewertung und erforderliche Neubemusterung.
Abweichung
Sperre, Information, Sonderfreigabe, Korrektur und dokumentierter Abschluss.